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FoBi-ID: Fobi-2020-0728 24. September 2020 - 25. September 2020
Professioneller Umgang mit bindungsbeeinträchtigten Kindern und Jugendlichen

Das Seminar wurde vom 23. - 24.04.2020 auf den 24. - 25.09.2020 verlegt!

Programm:

Kinder und Jugendliche mit diagnostizierten Bindungsstörungen und Traumata rücken in der Jugendhilfe häufig schnell in den Fokus pädagogischer Fachkräfte. In vielen Situationen reagieren sie anders als erwartet und stellen ihre Bezugspersonen täglich vor neue Herausforderungen. Auf positive Zuwendung reagieren sie oft abweisend, vermeidend oder sogar aggressiv. Im Gegensatz dazu gehen sie auf fremde Personen bisweilen distanzlos und anhänglich zu.

Bindungsstörungen und Trauma sind selten in ihren diagnostischen Reinformen ausgeprägt und sind teilweise schwer zu identifizieren. Viele Verhaltensweisen, die auf Bindungsbeeinträchtigungen hinweisen, entstehen aus Erfahrungen in der frühen Kindheit. Traumatisierende Erlebnisse in der Eltern-Kind-Interaktion haben einen großen Einfluss auf die Bindungsentwicklung. Die Bindungsfähigkeit und ebenso die gesamte Entwicklung eines Kindes kann dadurch langfristig und dramatisch geprägt werden.

Pädagogische Fachkräfte müssen den Kindern als Vertrauenspersonen begegnen. Kinder mit Bindungsstörungen benötigen gleichmäßige Zuwendung und Aufmerksamkeit. In der Interaktion mit diesen Kindern und Jugendlichen müssen pädagogische Fachkräfte ein verlässliches und realistisches Beziehungsangebot bieten. Pädagogisches Handeln sollte durch wiedererkennbare Muster, an denen sich die Kinder und Jugendlichen orientieren können, geprägt sein. Hierzu muss eine professionelle Haltung entwickelt werden, aus der die Geschichte jedes Kindes individuell berücksichtigt werden kann und mit der mögliche Trigger identifiziert werden können.

Die Zielentwicklung im Rahmen der Hilfeplanung steht häufig scheinbar den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen entgegen, da viele Anforderungen nicht in ihre alltägliche Lebensrealität zu passen scheinen.

Die Betrachtung der Bindungsentstehung und -bedeutung sowie das Verstehen der traumatischen Einflüsse sind fundamental für die Entwicklung einer pädagogischen Haltung zum Umgang mit diesen Kindern. Die Bindungstheorie bietet eine Basis, aus der die weitere Entwicklung von Kindern und Jugendlichen betrachtet werden kann.

Unsere zweitägige Praxisfortbildung bietet einen fundierten Einstieg in das Thema Bindung. Die Teilnehmenden erwerben Basiswissen zu Bindungsstörungen und Traumata zum besseren Verstehen der Kinder und Jugendlichen. Sie entwickeln eine eigene pädagogische Haltung, die den Umgang mit diesen Kindern und Jugendlichen erleichtert. Die Referentin zeigt praxisnahe Handlungsmöglichkeiten für den Alltag und die Beratung auf und erarbeitet einen Methodenkoffer, der Handlungsstruktur gibt und Lust auf das Ausprobieren macht.

Inhalte sind:

  • Grundlagen der Bindungstheorie
  • Traumapädagogische Handlungsmöglichkeiten
  • Gründe für die Entwicklung von Bindungsstörungen und Traumata
  • Die Bedürfnislage von Kindern mit schweren Bindungs- und Beziehungsstörungen
  • Alltagspraktische Methoden im Umgang mit diesen Kindern, wie Stabilisierungsübungen, Methoden zur Selbstbemächtigung und Partizipation
  • Das "Aushalten" der schwierigen Kinder und Jugendlichen
Referentin:

bremann
Bärbel Bremann

Methoden:

Impulsvortrag, Kleingruppenarbeit, Rollenspiel, Selbstreflexion, Traumapädagogische Methoden, Impact Methoden, die Möglichkeiten bieten Themen mit mehreren Sinneskanälen zu erfassen. Die Teilnehmenden können eigene Fallbeispiele einbringen, die in der Gruppe besprochen werden.

Zeitlicher Ablauf:

09.30 Uhr Stehkaffee
10.00 Uhr Seminarbeginn
12.30 Uhr – 13.30 Uhr Mittagspause
17.00 Uhr Ende der Veranstaltung

(Der Folgetag beginnt bereits um 9.00 Uhr; weitere Zeiten identisch) 

Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich besonders an pädagogische Fach- und Führungskräfte der Jugendhilfe, die selbst mit bindungsbeeinträchtigten Kinder und Jugendlichen arbeiten oder übergeordnet in der Fachberatung von Kollegen*innen tätig sind. Berufseinsteiger und auch erfahrene Fachkräfte sind gleichermaßen angesprochen.

Seminarversicherung:

Damit Sie bei unerwarteten Ereignissen abgesichert sind, empfehlen wir Ihnen den Seminar-Schutz der ERGO-Versicherung. Sollten Sie z.B. aufgrund von Krankheit oder eines Arbeitsplatzwechsels nicht an unserem Seminar teilnehmen können, erstattet die Versicherung nicht nur Ihren Seminarbeitrag, sondern auch z.B. gebuchte Übernachtungen oder Anfahrtskosten. Die Versicherung deckt auch unsere Seminarreihen mit mehreren Modulen ab.

Wir empfehlen Ihnen die Versicherung direkt mit der Seminaranmeldung abzuschließen.

 

Hier Seminarversicherung buchen

 

Seminarinformationen

FoBi-ID Fobi-2020-0728
Beginn 24.09.2020 9:30
Ende 25.09.2020 17:00
Dauer 2 Tage
max. Teilnehmer 20
Anmeldeschluss 23.09.2020
Einzelpreis AUSGEBUCHT!
Referent(en) Bärbel Bremann
Ort
Georgsmarienhütte, Haus Ohrbeck
Am Boberg 10, 49124 Georgsmarienhütte
Georgsmarienhütte, Haus Ohrbeck
Fortbildungsflyer (PDF) 2020.09.24_Fobi-2020-0728_Bindung u Trauma.pdf

Veranstaltungsort - Georgsmarienhütte, Haus Ohrbeck

Adresse:

Haus Ohrbeck- Katholische Bildungsstätte
Am Boberg 10
49124 Georgsmarienhütte

Anreise:

Mit dem PKW:

Bremen oder Münster A 1

  • A 1 bis Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück
  • A 30 in Richtung Osnabrück/Hannover bis zur Abfahrt Osnabrück-Sutthausen (Nr. 17)
  • in Richtung Hagen a.T.W., nach 3 km im Ortsteil Holzhausen liegt rechter Hand Haus Ohrbeck

Hannover A 30

  • A 30 in Richtung Osnabrück/Amsterdam bis zur Abfahrt Osnabrück-Sutthausen (Nr. 17)
  • in Richtung Hagen a.T.W., nach 3 km im Ortsteil Holzhausen liegt rechter Hand Haus Ohrbeck

Bielefeld A 33

  • A 33 bis Autobahnkreuz Osnabrück-Süd
  • A 30 bis zur Abfahrt Osnabrück-Sutthausen (Nr. 17)
  • in Richtung Hagen a.T.W., nach 3 km im Ortsteil Holzhausen liegt rechter Hand Haus Ohrbeck

Bad Iburg

  • bis Hagen a.T.W.
  • dann Richtung Osnabrück, nach 4 km im Ortsteil Holzhausen liegt linker Hand Haus Ohrbeck

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit dem »Veranstaltungsticket« der Deutschen Bahn können Sie Ihre Hin- und Rückfahrt nach Osnabrück von jedem Bahnhof in Deutschland zum Festpreis von insgesamt 99 € buchen. Das Ticket muss mindestens drei Tage vor Seminarbeginn telefonisch unter der Servicenummer 01806 / 311153 mit dem Stichwort »KK Seminar« gebucht werden. Ab Osnabrück ist es mit dem Bus nur ein Katzensprung bis Haus Ohrbeck – und der Bus hält direkt unterhalb vom Haus.

ab Osnabrück Hauptbahnhof

  • ab Osnabrück Hauptbahnhof mit der NordWestBahn Richtung Bielefeld bis Bahnhof Sutthausen (stündlich)
  • ab Bahnhof Sutthausen mit der Bus-Linie M3 nach Hagen a.T.W. (alle 20 Minuten) stadtauswärts bis Haltestelle Kloster Ohrbeck (Fahrzeit 5 Minuten) oder zu Fuß (1,5 km)

ab Bielefeld Hauptbahnhof

  • ab Bielefeld Hauptbahnhof mit der NordWestBahn Richtung Osnabrück bis Bahnhof Sutthausen (stündlich)
  • ab Bahnhof Sutthausen mit mit der Bus-Linie M3 nach Hagen a.T.W. (alle 20 Minuten) stadtauswärts bis Haltestelle Kloster Ohrbeck (Fahrzeit 5 Minuten) oder zu Fuß (1,5 km)

Weitere Infos:

€ 589,00

Standortkarte

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